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Dresden schrumpft

Wie die Stadtverwaltung mitteilt, lebten zum 31. Dezember 2025 laut Melderegister 571.510 Menschen mit Hauptwohnsitz in Dresden. Das sind 2.138 Personen weniger als im Vorjahr. Damit sank die Einwohnerzahl um 0,4 Prozent. Seit dem Jahr 1999 war die Bevölkerungszahl von damals 476.668 Einwohner*innen stetig gewachsen.

Dresden am Freitagmorgen - Foto: Anton Launer
Dresden am Freitagmorgen – Foto: Anton Launer

Laut Melderegister ging dabei die Zahl der Menschen mit deutschem Pass weiter zurück. Sie sank von 501.770 im Jahr 2024 auf 498.311 im Jahr 2025.

Zum Jahresende 2025 waren 73.199 ausländische Staatsangehörige in Dresden gemeldet. Die größten Gruppen kamen aus der Ukraine mit 10.375 Personen und aus Syrien mit 7.069 Personen. Auf Platz drei folgte Indien mit 3.948 Personen. Der Anteil ausländischer Staatsangehöriger an der Gesamtbevölkerung lag bei 12,8 Prozent. 2024 hatte er noch bei 12,5 Prozent gelegen.

Die Verteilung nach Geschlechtern war zum Jahresende 2025 weiterhin recht ausgeglichen: 284.382 Personen (49,8 Prozent) waren männlich und 286.988 (50,2 Prozent) waren weiblich. 140 Personen waren im Melderegister als divers oder ohne Angabe eingetragen. In den Vorjahren waren es deutlich weniger. Grund dafür ist eine Gesetzesänderung, die Änderungen des Geschlechts im Melderegister erleichtert hat.

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3.890 Kinder geboren

2025 wurden laut vorläufigen Zahlen 3.890 Kinder lebend geboren, 955 davon kamen im Diakonissenkrankenhaus in der Neustadt zur Welt (Neustadt-Geflüster vom 1. Januar 2026). Im Jahr 2024 waren es in ganz Dresden 4.106, 2023 noch 4.268. Die Geburtenzahl blieb ab Mitte 2024 zunächst stabil, sank jedoch in der zweiten Jahreshälfte 2025 erneut. Einige Geburtenmeldungen konnten wegen technischer Probleme noch nicht erfasst werden.

Die Zahl der Gestorbenen stieg leicht an auf 5.881. Im Jahr zuvor waren es 5.816. Daraus ergibt sich für 2025 ein Geburtendefizit von 1.991 Personen. 2024 lag es bei 1.710, 2023 bei 1.764.

Zu- und Wegzug hält sich die Wage

Rund 29.000 Personen zogen 2025 nach Dresden. Etwa genauso viele verließen die Stadt. Der Wanderungssaldo war damit ausgeglichen. Im Jahr 2024 hatte Dresden noch einen Zuzugsüberschuss von etwa 3.000 Personen verzeichnet. Auffällig waren 2025 geringere Zuzüge aus dem Ausland und den ostdeutschen Bundesländern sowie mehr Fortzüge in diese Regionen und nach unbekannt.

Dresden an der Elbe mit Albertbrücke - Foto: Anton Launer
Dresden an der Elbe mit Albertbrücke – Foto: Anton Launer
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17 Kommentare

  1. „Dresden schrumpft“ find ich etwas tendenziös bei 0.4% Änderung. „Dresden steht still“ würde besser passen – auch zum Bild.

  2. @Echt, nein – im Niedriglohnland Sachsen gibt es nur ein Miethöhe vs. „Verdienst“problem. Also nichts was „wichtige“ Leute interessiert.

    Habe sächsische MP kennengelernt (nicht der Aktuelle) die das vor Industrieunternehmer gut fanden, also den Niedriglohn.

  3. Ich glaube die Zahl der Inder ist letzte Jahre stark gestiegen, das Thema ist noch nicht beleuchtet, aber man merkt es schon etwas im Stadtbild. Woran liegt das? Sind das zum Großteil Studenten, oder welche Zuzugsgründe liegen vor? Es ist kein Krisenstaat und Asyl scheidet aus, ist es Arbeitsmigration in bedürftige Branchen? Da wird doch auch angeworben, analog Brasilien oder Südosteuropa für z.B. Pflegeberufe.

    Bei den Deutschen ist die Schrumpfung mit fast minus 3500 Leuten schon ’ne Hausnummer, wobei hier der Sterbeüberschuss wohl dominiert (ca. 2000), aber dann eben auch der schiere Wegzug. Das sind hunderte leere Wohnungen für neue TSMC-MitarbeiterInnen.

  4. @Radka Karachovic: Erstmal ist es natürlich, dass sich aus dem bevölkerungsreichsten Land der Erde auch ein paar Menschen nach Deutschland bzw. Dresden verirren. Aber der eigentliche Grund der wird wohl bei den vielen Kränen im Dresdner Norden liegen. Die sächsische Ureinwohnerschaft hat wohl, trotz vielleicht vorhandener Qualifikation, Probleme mit den dort verlangten Arbeitsanforderungen. Rollende Woche, 12 Stunden Schichten usw. Das widerspricht der mittlerweile hier herrschenden Work–Life-Balance. Trotz vergleichweise hohem Verdienst. Und ja, diese gutverdienenden Chipwerker werden Druck auf den Wohnungsmarkt ausüben. Besonders nördlich der Elbe. Man kennt Haus- und Wohnungsbesitzer, welche schon großzügig rechnen und planen. Auch in der Inneren und Äußeren Neustadt.

  5. Für den Wohnungsmarkt dürfte das kaum für Entspannung sorgen. Problematisch ist nämlich nicht nur die steigende Bevölkerungszahl, sondern die sinkende Haushaltsgröße. Es gibt immer mehr Alleinstehende, die zT auch Wohnungen belegen, in denen früher ganze Familien wohnten. Damit kann sogar die Bevölkerungszahl sinken und der Wohnungsmangel weiter zunehmen, selbst wenn das auf den ersten Blick paradox erscheint.

  6. @Alaunstraße Wenn Alleinstehende in einer 3–4-Zimmerwohnung leben, dürfte es sich wohl überwiegend um Privatbesitz handeln, welcher eh nicht im Wohnungsmarkt auftaucht. Neuvermietung: 95–100 m² ab 1100 Euro kalt. Mit sehr viel Glück findet man vielleicht noch 4 Zimmer für 850 Euro kalt, was aber an irgendeiner Stelle einen unangenehmen Haken haben dürfte. Die Miete für so eine Bude allein bezahlen zu wollen, dürfte in Dresden nur wenigen Leuten sinnvoll erscheinen und deren Anzahl damit wohl eher nicht ins Gewicht fallen. Ferienwohnungen (legale wie illegale) halte ich dahingehend schon eher für einen verschärfenden Faktor. Obendrauf kommen noch eine Menge an WGs, bei denen vermutlich auch Mieterhöhungen aufgrund der Kostenverteilung viel einfacher durchsetzbar sind, was es Familien mit Kindern in einigen Ecken von Dresden auch nicht einfacher macht, brauchbaren und bezahlbaren Wohnraum zu finden.

  7. @Alaunstraße
    p.s. Was einige Menschen vielleicht schon bemerkt haben dürften, ist, dass auch die Grundsteuerreform in vielen Fällen zu einer Mehrausgabe führt. Das passiert immer dann, wenn sich die Neuberechnung für den Vermieter zu seinem Nachteil verändert. Diese Beträge/Belastungen sind über die Nebenkosten komplett auf die Mieter umlegbar. Zu befürchten ist doch, dass auch das nicht unbedingt zu einer finanziellen Entspannung beitragen wird. Der Staat hat diese Reform ja sicher nicht angestoßen, um seine Einnahmen zu senken. ;)

    https://www.mietrecht.com/grundsteuer-auf-mieter-umlegen/

  8. also keine panik – die welt entwickelt sich weiter und es bleibt spannend und das alles immer noch auf sehr hohem niveau

  9. @DD-Hecht-Bewohner: Die Grundsteuerreform wurde wegen der vormals großen Ungleichheit in der Bewertung der Grundstücke und der Bebauung nötig. Die Häuser in Ostdeutschland, auch im Hecht, wurden bis zur Reform mit dem Wert des Jahres 1935 angesetzt. Und dies war verfassungswidrig. Die Grundsteuergelder bekommt übrigens die Stadt und nicht der Staat. Und auf den Mieter ist die Grundsteuer umlegbar, weil der Nutzer (egal ob Selbstnutzer-Eigentümer oder Mieter bzw. Pächter) einer Immobilie die Vorteile des Nutzungsortes hat. Also die Straße vorm Haus. die Straßenbeleuchtung die anliegenden Medien, das Abwasserrohr zur Kläranlage usw. Und die begehrte bzw. gute Wohnlage erhöht den Wert einer Immobilie natürlich. Wer wollte schon 1935 im Neustädter Hinterhaus wohnen….

  10. @Der Aufschwung ist da? Verfassungswidrig ist ein gutes Stichwort. Der größte Grundbesitzer nach dem Bund sind die Kirchen und die sind von der Grundsteuer befreit. Obwohl es sich objektiv gesehen um ein riesiges undurchsichtiges Firmengeflecht handelt, welches Milliarden erwirtschaftet und deren letzte Bewertung ebenfalls aus dem Jahr 1935 stammt, werden aktuell jährlich zusätzlich 450 Millionen Euro als Entschädigung ausgezahlt, für Enteignungen welche vor über 200 Jahren stattfanden. Der Großteil kirchlicher Einrichtungen wird aber nur zu 3- 5 % auch von den Kirchen finanziert. Darüber hinaus werden „Gehälter“ von Bischöfen, Kardinälen und in Teilen auch des Hofstaats aus dem Gesamtsteueraufkommen des Bundes gezahlt, obwohl im GG schon immer drinsteht, dass die Kirchenfinanzierung reine Ländersache zu sein hat. Interessiert nur niemanden. Im letzten Koalitionsvertrag stand sogar drin, dass dieser Unsinn endlich beendet werden soll. Tja, hat wohl schon wieder jemand vergessen. Mit beiden Beinen fest auf dem Boden des GG zu stehen, ist also offenbar nicht ganz so wichtig, wie Du annimmst. Zum Thema Verfassungswidrigkeit, sollten schon deshalb viele Leute, besonders aber CDU/CSU/SPD lieber nichts sagen. Viel zu oft reine Heuchelei. ;)

  11. @DD-Hechtbewohner… die Teuerung an Grundsteuer für Mieter ist im Bezug zu anderen Grössen marginal… hier wird über die Nebenkosten z.B im Bezug auf Energie-/Heizkosten viel mehr Kasse gemacht… das Wohnen immer teurer wird ist nicht immer der böse Vermieter schuld… und wenn du denkst, dass müsse alles der Vermieter tragen, wird dieser es sich im Rahmen seiner Möglichkeiten wiederholen…

  12. @DD-Hecht-Bewohner: Bzgl. Grundsteuer, ich besitze aus Erbschaft eine vermietete Wohnung, 2,5 Zimmer, 75qm, kleines Grundstück mit MFH. Ist zwar nicht hier, aber ähnlich DD-Neustadt von der Anlage her. Grundsteuer 2024: 287 Euro, 2025: 195 Euro, trotz erhöhtem Hebesatz. Letzterer ist um fast 40% gesunken.

    Die Horrornachrichten über erhöhte Grundsteuern kommen wahrscheinlich von Leuten mit riesigen Grundstücken um ihr EFH, die jetzt nach reellem Wert gerechnet werden. Wohnungen in der Neustadt dürfte es kaum betreffen.

Ergänzungen gern, aber bitte recht freundlich.

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