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Straßenblockade durch Extinction Rebellion

Am Morgen haben ab 8.45 Uhr knapp 20 Personen der Gruppe Extinction Rebellion an der Kreuzung Stauffenbergallee, Königsbrücker Straße den Verkehr blockiert. Dabei wurden alle vier Fahrspuren der Reihe nach für jeweils sieben Minuten blockiert, Straßenbahnen konnten passieren.

Rund 20 Personen der Gruppe Extinction Rebellion demonstrierten am Donnerstag an der Kreuzung Stauffenbergallee, Königsbrücker Straße - Foto: Anton Launer
Rund 20 Personen der Gruppe Extinction Rebellion demonstrierten am Donnerstag an der Kreuzung Stauffenbergallee, Königsbrücker Straße – Foto: Anton Launer

Mit ihrer Aktion wollten die Demonstrierenden auf die weiterhin bestehende Abhängigkeit Dresdens von fossilem Erdgas hinweisen und forderten eine zügigere Umsetzung des bereits im September 2023 vorgestellten Wärmeplans der Umweltbürgermeisterin.

Einer der Demonstrierenden war Dresdens wohl bekanntester Klimaschützer, Christian Bläul. „Wir haben gute Erfahrungen mit der Kreuzung, außerdem ist der MDR in unmittelbarer Nähe“, begründete er die Standortwahl. Eine Demonstration am Heizkraftwerk der Sachsen-Energie hätte vermutlich nicht so viel Aufmerksamkeit auf sich gezogen. Die Demonstration war angemeldet, genehmigt und wurde von der Polizei begleitet.

Einer der Teilnehmenden der Demonstration, Christian Bläul. Foto: Anton Launer
Einer der Teilnehmenden der Demonstration, Christian Bläul. Foto: Anton Launer

Bläul: „In der Dresdner Gruppe haben wir uns darauf verständigt, nur noch legale Formen des Protestes durchzuführen.“ Er bat die Autofahrer*innen um Verständnis. Die meisten nahmen es auch recht gelassen hin.

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Hintergrund des Protests

Der Anmelder der Demonstration, der Ingenieur Andy Drögmöller, erläuterte die Hintergründe des Protestes. „Wir sehen in den bisherigen Plänen gute Ideen, allerdings kommt die Umsetzung nicht voran“, so Drögmöller.

Der Physiker Bläul betonte, dass fossiles Heizen eine teure Sackgasse sei. Zum einen wegen der steigenden Preise für CO2-Zertifikate, zum anderen weil die Folgekosten des Klimawandels von der gesamten Gesellschaft getragen werden müssten. Die Wärmewende müsse beschleunigt werden, dabei müsse soziale Gerechtigkeit gewahrt bleiben. Haushalte mit geringem Einkommen bräuchten gezielte Unterstützung.

Der Anmelder der Demonstration, Andy Drögmöller, achtete darauf, dass die Blockade jeweils sieben Minuten betrug. Foto: Anton Launer
Der Anmelder der Demonstration, Andy Drögmöller, achtete darauf, dass die Blockade jeweils sieben Minuten betrug. Foto: Anton Launer

In dem angeschobenen Wärmeplan heißt es unter anderem: „Mit der kommunalen Wärmeplanung wollen wir eine jederzeit verlässliche, klimaneutrale und bezahlbare Wärmeversorgung sicherstellen. Alle Dresdner Bürgerinnen und Bürger sollen schnell Klarheit darüber bekommen, welche Art der Wärmeversorgung in ihrem Wohngebiet künftig zum Einsatz kommt. Das schafft Planungssicherheit für Gebäudeeigentümer, Unternehmen, Planungs- und Genehmigungsstellen und weitere Betroffene. In die Planung ist eine breite Beteiligung integriert, dabei beziehen wir die Stadtbezirke und Ortschaften besonders eng ein.“

Nach einer guten halben Stunde war die Demonstration beendet. Foto: Anton Launer
Nach einer guten halben Stunde war die Demonstration beendet. Foto: Anton Launer

Forderungen von Extinction Rebellion Dresden

  • Schnellere und konsequentere Umsetzung des kommunalen Wärmeplans mit messbaren zweijährigen Zwischenzielen.
  • Ausbau der Wärmenetze und Förderung von Wärmepumpen als kostengünstigste und klimafreundlichste Option.
  • Soziale Ausgleichsmaßnahmen, damit die Wärmewende für alle bezahlbar bleibt.
  • Transparente Kommunikation und frühzeitige Einbindung der Bürger in die Planungen.

Laut der Gruppe ergeben sich aus einer konsequenten Wärmewende mehrere Vorteile:

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  • Bis zu 50 Prozent geringere Kosten für Heizung und Warmwasser durch erneuerbare Wärmequellen
  • Stabile Preise, unabhängig von internationalen Krisen
  • Milliardenersparnis bei CO₂-Kosten für die Stadt und ihre Bewohner
  • Stärkung der lokalen Wirtschaft und Sicherung von Arbeitsplätzen

Weitere Informationen der Gruppe: extinctionrebellion.de/og/dresden

12 Kommentare

  1. Die geforderten Massnahmen werden wie finanziert? Nur für Dresden reden wir da sicher über etliche Milliarden Euro, wo kommen die her? Weil nur fordern, egal wie ehrenhaft die Ziele sein mögen, ist ja das Eine, aber ungefähr sollte schon gesagt werden, wie es finanziert werden kann.

  2. @Stefan E.: Einen Teil sparen wir zB. durch ein Verbot der AfD bei der Parteienfinanzierung.

    Den Rest bezahlen einfach unsere Kinder und Enkel. Im preiswerten Fall durch Abzahlung der Schulden, die wir aufnehmen, um die Ursachen zu bekämpfen. Im teuren und wahrscheinlicheren Fall durch Bekämpfung der Folgen unseres Nichtstuns.
    Vielleicht lassen später ja meine Enkelinnen als Altenpflegerinnen im Pflegeheim ihre Wut darüber an Dir im Pflegeheim aus… :-D

    Hauptsache, unser Flugbenzin bleibt steuerfrei und es kommt kein Tempolimit, die Carola-Brücke wird vierspurig und ChatGPT spammt unser Dasein mit Schwachsinn voll.

  3. @Peter: Also wenn wir die Parteienfinanzierung umbuchen, dann ist doch schonmal ein Anfang gemacht. Vielleicht können wir ja auch noch die Beträge der anderen im Bundestag vertretenen Parteien nutzen. Und das Programm nennen wir dann „Alles für Dresden“ ;-)

    Ansonsten hoffe ich, dass Deine Enkelinnen keine Flugreisen machen sowie MIV oder KI nicht nutzen. Weil sonst könnte es sein, dass ich die Kritik später teilweise zurückgeben muss. Wo ist eigentlich Fridays for Future abgeblieben, als es noch um Klimathemen ging? Alle Probleme gelöst oder einfach keinen Bock mehr für die eigene Zukunft wenigstens auf die Straße zu gehen? Von Anderen oder „vom Staat“ etwas fordern ist natürlich sehr viel leichter als durch das eigene Verhalten etwas ändern. Gilt für uns alle.

  4. @Stefan und Peter: Am besten wäre es, gar nichts zu finanzieren, sondern das ganze Geld in Forschung + Entwicklung erneuerbarer Energien, insbesondere von Speichern zu stecken.

    Fossile Energieträger werden in jedem Fall irgendwo genutzt werden, solange sie billiger sind. Wenn nicht hier, dann in China, wenn nicht in China, dann in Indien etc… Dafür sorgt der globale Kapitalismus.

    Erst wenn der globale Kapitalismus umschwenkt, wird es eine tatsächliche Wende geben. Dazu müssen erneuerbare tatsächlich (und nicht nur durch Steuernachlässe, Klimageld, E-Auto-Subventionen etc…) billger werden. Alles andere ist vergebene Liebesmüh und dank Resourcenverschwendung sogar eher kontraproduktiv.

  5. Naja das Klimageld sollte es ja schon seit der Ampel geben. Finanziert durch die CO2 abgeben und Zertifikat Handel finanziert werden.
    Blöd ist nur, wenn man dann das Geld zum Stopfen anderer Löcher im Haushalt bzw für Wahlversprechen nimmt.
    Oder der ware Grund ist das, was der jetzige Autoverkäufer Christan sagte – man findet die Kontonummern der Begünstigten nicht.

  6. @DSR: Sehe ich nicht viel anders. Letztlich damit beschäftigen, wie die Situation weltweit mittel-/langfristig sein wird und sich darauf gezielt vorbereiten. Den Klimawandel stoppen ist nicht mehr realistisch, so bitter diese Erkenntnis sein mag. Dafür gab es schon zu viele Gipfel und überhaupt nicht ansatzweise das notwendige gemeinsame weltweite Handeln. Ganz viele Länder machen nur soviel, wie unbedingt notwendig ist (und ihnen überhaupt möglich ist). Also lieber massiv forschen, wie man mit der absehbaren und mittlerweile auch unvermeidlichen Entwicklung bestmöglich umgehen kann. Ob wir in Deutschland jetzt noch 10, 20 oder 30 Jahren Erdgas nutzen, ist am Ende global gesehen völlig irrelevant, solange dies nur unsere eigene Energiepolitik ist. Die der letzten Jahre wird uns lt. einer DIHK-Studie bis 2049 Kosten von 5,4 Billionen Euro verursachen. Da dürfte dann nicht mehr viel finanzieller Spielraum für jegliche Ausgaben, Forschung oder Investitionen sein, auch nicht für stetig dringender notwendige Anpassungen an den Klimawandel. OK, wir waren dann vielleicht der Musterschüler (allerdings ohne irgendeinen Nutzen für die globale Entwicklung), sind aber wirtschaftlich extrem geschwächt oder gar pleite.

  7. “Die Gesamtkapazität der deutschen Erdgasspeicher liegt bei rund 23 bis 25 Milliarden Kubikmetern (Mrd. m³), was etwa 250 Terawattstunden (TWh) entspricht und mehr als ein Viertel des jährlichen deutschen Gasverbrauchs deckt, womit Deutschland die größte Speicherkapazität innerhalb der EU besitzt.“, da ist die Forderung auf Erdgas zu verzichten ziemlich dumm oder wie speichern wird dann 250 TWh?

  8. Stefan, du relativierst eine rassistische, völkisch-nationalistische Partei durch Gleichsetzung zum Zweck ner Polemik. Geht das für dich wirklich klar?
    Und der moralisierende Zirkelschluss deines zweiten Absatzes erinnert stark an die Welt-Texte zum Thema Klimaaktivist*innen und Bali-Urlaub – verzweifeltes Moralisieren als letztes Bollwerk der Selbstrechtfertigung, so unterkomplex wie unnötig. Wenn du Lust hast, dich sachlich mit dem Thema Generationengerechtigkeit und Klimawandel zu beschäftigen, sei dir z.B. dieser Text von Claudia Kemfert (https://www.wirtschaftsdienst.eu/inhalt/jahr/2025/heft/11/beitrag/generationengerechtigkeit-in-der-klimapolitik.html) empfohlen.

  9. @Spatz: Sinnvolle Sache mit der Generationengerechtigkeit, ab wann ist man da in der Verantwortung? Ab der Volljährigkeit, ab dem ersten eigenen Einkommen oder dem ersten Kind? Oder vielleicht doch schon, wenn man eigenständig Entscheidungen treffen kann und für diese dann auch verantwortlich ist? Achso, und was den Fall mit Bali betrifft, solch ein Verhalten ist für mich absolut inakzetabel. Wenn man so massiv die Gesellschaft, sagen wir mal „anspricht“, kann man dann nicht selbst sich völlig gegensätzlich verhalten. Hat für mich überhaupt nichts mit Moralkeule zu tun sondern ist selbstverständlich. Oder bekommt man eine Art Absolution für sein eigenes Verhalten, wenn man sich nur laut genug über Andere echauffiert und von ihnen Handeln nach eigenem Gusto fordert? Niemand ist frei von Fehler, aber Wasser predigen und Wein trinken war noch nie ok.

  10. Noch eine Frage zur Studie. Beziehst du dich hier sicherlich auf die „Plan-B“-Studie (Frontier Economics im Auftrag von DIHK). Diese enthält neben groben Fehlern (sie nimmt für 2030-2034 onshore 60 GW an und wir liegen heute schon bei rund 65 GW) auch ne Menge „Effekthascherei“. Entweder sie sprechen von Gesamtkosten und zwar „mit“ und nicht „durch“ die Energiewende oder Mehrkosten (was nen sauberen Vergleich mit nem Counterfactual bräuchte). Mir ist kein Energiesystem bekannt, welches ohne Energiewende kostenlos wäre. Und „Cap and Trade“ angesichts der sich (auch durch den Klimawandel) noch weiter verschärfenden Lage ist an sich schon nicht besonders weitsichtig, aber ausschließlich auf Emissions-Trading-System zu setzen ist von keiner wissenschaftlichen Empfehlung gedeckt. Und schau dir auch den gesamten Bereich Gebäude und Verkehr an. Achso … findest du nicht? Liegt wohl daran, dass dieser überhaupt nicht betrachtet wurde.

  11. oh grosses klugscheissertreffen, ich glaube in wirklichkeit liegt ihr gar nicht so weit auseinander, lasst uns die gemeinsamkeiten suchen und dann daran arbeiten

Ergänzungen gern, aber bitte recht freundlich.

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