Am 5. September 2026 soll auf dem Alaunplatz eine Demonstration gegen Brieftaubensport stattfinden.

Organisiert wird die Demonstration von der Stadttauben-Initiative Dresden und engagierten Tierschützer*innen.
Ziel ist es, auf das Leid von Brieftauben und die Probleme des Brieftaubensports aufmerksam zu machen. Gleichzeitig soll das öffentliche Bewusstsein für die Situation der Stadttauben gestärkt werden.
Treffpunkt ist auf dem Alaunplatz um 11 Uhr.

- Weitere Informationen gibt es auf stadttauben-dresden.





















![Jubiläums-Ausstellung mit Musik im [parablau] Haken, Schnüre und Kunst: Heute Abend zur Eröffnung wird alles am richtigen Ort hängen. Foto: Anton Launer](https://weeklyfallback.neustadt-ticker.de/wp-content/uploads/2026/09/2026-09-11-Haken-Schnuere-Kunst-249x140.jpg)

In meiner Kindheit kannte ich einen Brieftaubenzüchter in Aken an der Elbe. Ich weiß noch genau, wie der seine Tauben geliebt hat. Sollte sich das in den letzten 60 Jahren so sehr geändert haben, so daß die Taubenzüchter zu Tierquälern mutiert sind? Ich kann mir auch nicht vorstellen, daß ein Vogel, der gerne fliegt, dadurch gequält wird. daß man ihn fliegen läßt.
Wenn es nicht so „Tierschützer“ gäbe, die die sowieso zu zahlreichen Tauben auch noch in eigenen Volieren weiter anzüchten, damit noch mehr im Stadtgebiet miteinander konkurrieren, würde die verbliebenen Tauben vielleicht auch ganz gut ohne Hilfe klarkommen. AuchVermieter berücksichtigen den Tierschutz bei Taubennestbeseitigung, es braucht hierfür keinen extra Verein, der meint es besser zu können als dafür ausgebildete Kammerjäger.
Ich kann einfach nicht nachvollziehen, wie man Tierschutz so verstehen kann, dass man Wildtieren in der Stadt dort Schutzräume bietet, anstatt zum Beispiel sich für mehr „wilden“ Lebensraum einzusetzen, von dem dann ganze Ökosysteme und nicht eine Einzelart profitieren. Am Ende verdrängen die Tauben auch nur echte Wildvögel.
Was den Sport angeht, da fallen mir ganz andere Sportarten ein, bei denen Tiere leiden, insbesondere Pferde.
Nebenbei: Den nächsten Freak, den ich beim Füttern von Tauben (Ratten) ertappe, von dem mache ich Bilder und zeige ihn an! – In Dresden gilt ein Tauben-Fütterungsverbot: „Im öffentlichen Bereich ist es verboten, Tauben oder Ratten zu füttern.“ (§ 9 Polizeiverordnung) Verstöße können gemäß Polizeiverordnung mit einem Bußgeld bis 5.000 Euro geahndet werden.
Tauben, welche in Taubenschlägen wohnen und versorgt werden und alle paar Wochen eine Ausflug machen um dann unter Ausnutzung ihrer grandiosen Navigationsfähigkeiten zu ihrem geliebten Standort zurückkehren sind bemitleidenswert? Was für ein Blödsinn.
Mein persönliches Verhältnis zu Tauben ist spätestens seit einem Cocktail auf der Dachterrasse des Danieli in Venedig etwas angespannt. Wer einmal versucht hat, dort in Ruhe sein Getränk zu genießen, während die sogenannten „Ratten der Lüfte“ bemerkenswert hartnäckig ihre Gesellschaft anbieten, entwickelt ein eher nüchternes Verhältnis zum Thema Stadttaubenschutz.
Nun demonstriert man auf dem Alaunplatz also gegen den Brieftaubensport. Ich hoffe nur, die Tauben wissen diesen Einsatz angemessen zu würdigen und beschränken sich am 5. September aus Respekt auf ausgewiesene Demonstrationsflächen.
Immerhin dürfte die Anreise kein Problem sein. Ein funktionierender ÖPNV wird ausnahmsweise nicht benötigt.
@ DDHecht-Bewohner: oh ja, macht das bitte!!! Geh einfach zum A-Park, da gibt es tagtäglich einige Omas, die reichlich Brotkrumen, Hafer etc. an Tauben ausstreuen, einen älteren Herren gibts ooch. Das geschieht bis zu dreimal am Tag, gern sitzen die auf Bänken vorn im Park nahe Bischofsweg und teils machen sie es beim Gehen.
Alle wurden mehrmals auf das städtische Verbot hingewiesen, alle wissen bescheid und sind Starrköppe. Die Vorschrift wird nie kontrolliert, sie ist reiner Papiertiger, das nutzen diese Personen aus.
Viel Erfolg, und meld dich gern bei Erfolg (oder auch Mißerfolg) wieder, Danke dir.
Unser Mietshaus war ein Taubenklo und ewig vollgeschissen, erst viele Jahre später reagierte der Eigentümer und baute mit Industriekletterern ein Netz über Dach und Hof. Das kostete 29000 Euro. Purer Verlust, aber weil hygienegefährdend auf die Mietsache mußte gehandelt werden. Die Omas interessierte die Story rein gar nicht, sie wollten auch nicht mitfinanzieren, sie machten lustig weiter und scherten sich einen Dreck um die Konsequenzen bei anderen. Bis heute.
Ach herrje…so viel Unfug!
Ihr solltet dringend zur Demo kommen und die Redebeiträge anhören und euch weiterbilden!
Taubenzüchter sorgen für die Vermehrung von Stadttauben. Denn wenn sie es nicht nach Hause schaffen, siedeln sie sich in Städten an und vermehren sich (wenn sie es überhaupt so weit schaffen und vorher nicht verhungern oder überfahren werden,…)
Stadttaubenvereine setzen sich für eine humane Verringerung der Population durch Eiertausch ein.
Wenn dich Tauben stören, solltest du diese Vereine unterstützen ;)
Tauben macht es sicher keinen Spaß vom Partner getrennt zu werden und deshalb weite Strecken nach Hause fliegen zu müssen!
Tauben sind wundervolle Tiere! Unsere Haustiere! Ausrangiert, weil wir sie nicht mehr brauchten.
Ihr solltet eurer Hass mal reflektieren und euch fragen, wer hier das eigentliche Problem ist!
@Monsieur Calvin Candie: Da ist der Venedigbesuch aber schon länger her. Venedig hat ein konsequent durchgesetztes Taubenvergrämungsprogramm. Auf allen Plätzen kleben Plakate zum Fütterungsverbot. Bei der Außengastronomie ist das sofortige Abräumen der Tische verpflichtend. Und Zuwiderhandlungen werden verfolgt. Auf dem Markusplatz gibt es inzwischen mehr schlechtgekleidete Eintagestouristen als Tauben. Sieht nicht unbedingt besser aus, aber man merkt das Fehlen der Flugratten.
Danke @Böhmi, wenigstens einer weiß hier mehr über die Herkunft des Problems. Hochzeitstauben geht es auch nicht anders…
Allen hier Kommentierenden empfehle ich einen Besuch bei der Demo oder zumindest auf der Webseite der Stadttauben-Initiative. Offenbar gibt es viel Aufklärungsarbeit zu leisten – aber das ist kein Problem :)
Der Verein setzt sich seit Jahren dafür ein, eine unkontrollierte Vermehrung zu verhindern und in betreuten Schlägen die Eier zu tauschen.
Leider ist es ganz und gar nicht so, dass Brieftauben alle paar Wochen einen kurzen Ausflug machen. Die Verlustquoten sind horrend, verletzte Tauben werden entweder zurückgelassen oder getötet, da sie nicht lukrativ sind.
Weiterhin wird auch von Hauseigentümern sehr oft der Tierschutz nicht berücksichtigt, oft auch aus Unwissenheit. Aber auch hier berät der Verein gern und kostenlos.
Also gern erst zuhören, dann meckern ;)
„Ach herrje…so viel Unfug!“
Ja … denn
„Taubenzüchter sorgen für die Vermehrung von Stadttauben. Denn wenn sie es nicht nach Hause schaffen, siedeln sie sich in Städten an und vermehren sich (wenn sie es überhaupt so weit schaffen und vorher nicht verhungern oder überfahren werden,…)“
… deine Behauptung im Nachsatz zu relativieren bzw. zu negieren ist Unfug. Der Einfluss dürfte bei der Anzahl an Stadttauben mittlerweile marginal sein. Wer schon mal eine verirrte Breiftaube erlebt hat, kann sich denken wie lange die außerhalb des Schlags überlebt.
„HUMANE Verringerung der Population“ … lol
„Tauben macht es sicher keinen Spaß vom Partner getrennt zu werden und deshalb weite Strecken nach Hause fliegen zu müssen!“
*facepalm* … fragst du mal einen Zweibeiner der wochenlang auf Montage ist
…
„Tauben sind wundervolle Tiere! Unsere Haustiere! Ausrangiert, weil wir sie nicht mehr brauchten.“
… ist auch Unfug. Du behauptest also, dass Tauben wundervolle Haustiere wären. Das finden Taubenzüchter bestimmt auch, gegen die du demonstrieren willst.
Alles in allem ein überemotionalisierter Anthropomorphismus.
Maßnahmen:
Füttern von Stadttauben konsequent an den bekannten Stellen unterbinden. Aufklärung und hohe Bußgelder bei Verstößen. Da könnten die Taubenvereine sich mal ins Zeug legen und die Personen aufklären bzw. die Konsequenzen aufzeigen.
Die Eier gegen Atrappen auszutauschen wird ja schon gemacht, ist aber recht aufwändig
Was ist mit den Ratten ohne Flügel? Gibt es schon einen Stadtratten e.V. ? Haben die keine Lobby?
@JM2C …ist weder sehr helle, noch empathisch.
Informiere dich, dann reden wir weiter.
Ps.: Menschen gibt es auch zu viele. Sollen wir dich verhungern lassen?
@Böhmi
„Ps.: Menschen gibt es auch zu viele. Sollen wir dich verhungern lassen?“
Sag ich doch, überemotionalisierter Unfug.
Ich würde bitten, den freundlichen Umgangston zu wahren.
Ich habe mich schon 2x mit den Leuten vom Infostand des Stadttaubenvereins unterhalten. Habe Aufklärungsmaterial mitgenommen weil es mich sehr interessiert hat. Ich dachte mir, wenn es so einfach ist warum macht es dann kaum jemand.
Die langfristige Effektivität fehlt.
Wenn Tauben an einem Ort gebunden werden, werden die freien Nistplätze in wenigen Jahren von anderen Tauben in Beschlag genommen.
Das Futter was im Stadtraum nicht durch „gebundene Tauben“ vertilgt wird, ernährt andere Tauben, oder Ratten.
Wenn die Vögel keinen Bruterfolg haben verlassen sie den Taubenschlag nach ein bis 2 Jahren und Brüten wo anders.
Man kann darüber streiten ob es Tierschutz ist, durch Ableitung von humanistischen Verhaltensweisen, Tauben zu pflegen. Weniger Leid wäre es, meiner Meinung nach,sie langfristig um ihre Lebensgrundlage in der Stadt zu bringen. Keine Fütterung, kein Lebensmittelmüll rumliegen lassen, keine Vermenschlichung. Sonst kann ich dem Fuchs auch ein Schälchen hinstellen und wenn er grad da ist, ihm Ringelblumensalbe gegen seine Räude auftragen. Vielleicht werden wir Freunde.
Ich bin da nicht vom Fach. Aber zählt das unter: Wenn Naturschützer die Natur hassen? Oder verwechsele ich das mit diesem Buckelwal?
Gebt mir meine Sing- und Piepvögel wieder zurück. Ich tausche gegen Taubenscheiße.
@JM2C
„… deine Behauptung im Nachsatz zu relativieren bzw. zu negieren ist Unfug.“ Hier wird die Aussage weder negiert noch relativiert. Wo imaginierst du das her?
„Wer schon mal eine verirrte Breiftaube erlebt hat, kann sich denken wie lange die außerhalb des Schlags überlebt.“ [sic] Ja supi, offensichtlich keine Ahnung von Tauben, aber fleißig erkennen wollen, dass es sicher mit ihr zu Ende geht. Menschliche Hybris zeigt sich eben nicht nur im vorgeworfen – aber unbelegtem – Anthropomorphismus.
„fragst du mal einen Zweibeiner der wochenlang auf Montage ist“ Die Menschen, die ich kenne sind weder gern lange von ihren Partner*innen getrennt noch finden sie es geil, so beschissen lange Strecken fahren zu müssen. Was ist also hier dein Punkt?
Wenn du dir offensichtlich nicht genug Mühe beim Lesen machst oder es dir zu unverständlich ist, dann frag doch bitte nach. Denn nach dem was du hier geschrieben hast, anderen „überemotionalisierten Unfug“ vorzuwerfen, ist reflexiv eher ungünstig (aber lustig).
@Böhmi
Das ist das Problem mit solchen Alltagsphänomenen. Jede*r hat schon mal ne Taube gesehen oder was darüber gehört („Ratten der Lüfte“ oder ähnlicher kleingeistiger Quatsch) und hält sich – selbst bei völliger offensichtlicher Unwissenheit – für ne Referenz.
Ich bin am Samstag am Start und hoffe, dass der ein- oder die andere dieses (scheinbar dringend notwendige) Bildungsangebot nutzt.
@Alles wird gut
Du hast recht, mein einschneidendes Erlebnis liegt bereits ein paar Jahre zurück. Es war 2019. Im Danieli war ich seit dem nicht mehr, es wurde in letzter Zeit auch renoviert. Tatsächlich war ich seit dem jedes Jahr mindestens einmal, meist zweimal in Venedig. Du hast recht, es ist spürbar besser. Danke für den Hinweis. Ich hatte sie wahrscheinlich grundsätzlich aus meiner Wahrnehmung verdrängt und es nicht bemerkt.
Kann jemand erklären, was mit den echten Eiern nach dem Tausch mit Attrappe passiert?
Wieso darf man Eier nicht ohne Attrappe entfernen? Was passiert dann mit den brütenden Tauben?
Die Eier werden durch Attrappen ersetzt, weil die Tauben sonst schon nach kurzer Zeit erneut Eier legen würden. Das kostet vor allem die Täubin zusätzliche Energie und Nährstoffe. Auf den Attrappen brüten die Tiere dagegen noch etwa zwei bis drei Wochen weiter, ohne dass Küken schlüpfen. Was mit den echten Eiern geschieht, handhaben die jeweiligen Projekte unterschiedlich.
Sehr aufschlussreiche Website zu dem Thema: graumännchen.org/eiertausch/ oder bei der Stadttauben-Initiative.
@Böhmi Gibt es Mensch in Rotweinsauce? War doch wohl neben vielen „Kriegseinsätzen“ (damit das Töten auch geordnet werden konnte https://www.alamy.de/ausbildung-junger-tauben-fur-den-grabendienst-1-division-paillert-frankreich-13-juni-1918-mit-erbeuteten-deutschen-tauben-fur-zuchtzwecke-image746240078.html?imageid=E890644D-9DDC-4766-A90E-6BBE7BC279B6&pn=1&searchId=11f7ffbcd82c8b1e65594ff5edb85613&searchtype=0) die Hauptbestimmung dieser gezüchteten Tauben. Deshalb gibt es diese „Stadttauben“ überhaupt erst. „Stadttauben sind keine Wildvögel“: https://www.erna-graff-stiftung.de/tauben/ Mensch kann auch Vogelhäuser basteln, welche vor Tauben einigermaßen sicher sind!
@Anton Launer: Leider gibt keine der beiden Quellen an, was mit den echten Eiern passiert.
@DDHecht-Bewohner: Vielen Dank für den Link von der Erna Graf Stiftung. Ich kann nun nachvollziehen, was die Motivation hinter den betreuten Taubenschlägen ist. Aber gibt es Evidenz, dass diese strategie tatsächlich das Brüten der Tauben an vom Menschen ungewünschten Orten verringert. Eine Studie wird in dem Link leider nicht zitiert, sodass meinerseits die Befürchtung besteht, dass diese Strategie die Tauben-Epidemie verstärkt.
Hallo Elli, wie das hier der Verein macht, weiß ich nicht, üblicherweise werden die Eier an Wildtiere verfüttert.
Damit keine Unklarheiten entstehen: Ich bevorzuge mehr Brutplätze für Falken! (Ergänzend zu anderen Maßnahmen.)