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Kinderhaus am Jägerpark wünscht sich mehr Kinder

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Das Kinderhaus am Jägerpark steht schon seit Jahrzehnten und bietet Krippen- und Kitakindern einen Ort zum Toben und kreativen Ausleben im pädagogischen Rahmen. Am 5. September 2026 findet in der Kita ein Tag der offenen Tür statt, an dem Familien herzlich eingeladen sind, die Räumlichkeiten kennenzulernen und zu erschnuppern.

Essbereich in der Krippe vom Kinderhaus - Foto: Anton Launer
Essbereich in der Krippe vom Kinderhaus – Foto: Anton Launer

Mit den Händen auf den Schultern des Vorderen laufen die Kinder wie bei einer Polonäse durch den Flur auf den Hof. Der Blick in den Raum: So muss sich Schneewittchen gefühlt haben, als sie das Zwergenhaus betrat. Klar, es ist alles auf die Kleinsten ausgerichtet – Mini-Stühle, winzige Tische.

Hinter den kleinen Möbeln steckt ein großer Alltag. Das Kinderhaus am Jägerpark betreut rund 54 Kita-Kinder und 15 Krippenkinder. Platz wäre jedoch für mehr: Die Kita kann 72 Kinder aufnehmen, die Krippe 32. Es ist also noch Luft nach oben.

„Vor einigen Jahren war die Nachfrage nach Kita-Plätzen sehr hoch und die Eltern mussten ihre Kinder auf Wartelisten eintragen lassen“, sagt die Kita-Leiterin Evelin Wehde. Mittlerweile werden in Dresden deutlich weniger Kinder geboren, das merkt auch die Kita am Jägerpark. Inzwischen wurden die Personalstunden der 18 Mitarbeitenden gekürzt, um Kosten zu sparen. Die Finanzierung der Kita läuft über drei Säulen: Zuschüsse von Stadt und Land und über die Elternbeiträge. Die Eltern beteiligen sich auch erheblich mit Arbeitsstunden am Erhalt der Kita.

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Kinderhaus am Jägerpark - Foto: Anton Launer
Kinderhaus am Jägerpark – Foto: Anton Launer

In dem Gebäude werden schon seit Jahrzehnten Kinder betreut. Im Januar 2012 schlossen sich drei Elterninitiativen zusammen und gründeten das „Kinderhaus am Jägerpark“ als Verein. 2014 wurde das Gebäude mit großer Unterstützung durch die Eltern saniert.

„Die pädagogische Grundhaltung des Kinderhauses ist geprägt von Einfühlungsvermögen, Wertschätzung und Authentizität“, heißt es im Konzept des Kinderhauses. Im Mittelpunkt soll das Kind stehen. Die Räumlichkeiten in der Krippe bieten viel Platz für Bewegung. Gemeinsam mit Tischlern hat das Team zum Beispiel ein kleines, kindgerechtes Kletterparadies geschaffen. Das soll die Sinne schärfen und die Kinder zum Entdecken anregen. Die Erzieher*innen gestalten die Räume teils selbst und immer wieder neu. Dabei orientieren sie sich an wechselnden Wochenthemen, die sie den Kindern näherbringen wollen. Dazu gehört zum Beispiel ein Besuch bei der Parkeisenbahn im Großen Garten.

Der Kindergarten bietet den Kindern Raum zum kreativen Entfalten - Foto: Anton Launer
Der Kindergarten bietet den Kindern Raum zum kreativen Entfalten – Foto: Anton Launer

In der Etage über der Krippe befindet sich die Kita. Sie bietet verschiedene Themenräume: Im Bewegungsraum, Bauraum und Atelier können die Kinder sich bewegen, bauen und kreativ werden. Das Team arbeitet nach dem offenen Konzept in den individuell gestalteten Themenräumen. Die Kinder können sich frei bewegen und aussuchen, wo und mit wem sie spielen. Ein fester Ankerpunkt sind Mittagskreise, die die Pädagog*innen zwei Mal wöchentlich mit ihrer Bezugsgruppe machen. Aktuell sind es sieben Bezugsgruppen, die bis zu zwölf Kinder umfassen können.

Die Kita ist außerdem Praxispartner für schulische Ausbildungen und bietet Praktika für Auszubildende und Student*innen, die im pädagogischen Bereich arbeiten möchten.

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Kitaleiterin Evelin Wehde und Kindergärtnerin Maria Steglich im zauberhaften Garten der Kita - Foto: Anton Launer
Kitaleiterin Evelin Wehde und Pädagogin Maria Steglich im zauberhaften Garten der Kita – Foto: Anton Launer

Tag der offenen Tür

Am 5. September 2026 um 14 Uhr findet in der Kita ein Tag der offenen Tür statt. Es gibt Kaffee, Kuchen und Saft sowie einen kleinen Flohmarkt. „An dem Tag möchten wir unser Haus interessierten Eltern vorstellen“, sagt Pädagogin Maria Steglich. Das Haus steht den Familien offen, damit sie die Räume und verschiedenen Angebote kennenlernen können. Führungen finden um 15 und 16 Uhr statt. Pädagog*innen und Familien aus dem Kinderhaus stehen für Fragen zur Verfügung.

Kinderhaus am Jägerpark

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17 Kommentare

  1. Die ganz Kleinen sind in der Kindertagespflege wegen ihrer kleinen Gruppe von maximal 5 (!) Kidis und der wesentlich besseren, individuellen Betreuung bis 3 Jahren immer wesentlich besser aufgehoben als in einer Krippe mit 32(!!!).
    Der große Vorteil war zudem, das unsere Kinder danach eine super leichte Eingewöhnung im Kindergarten hatten.

  2. Ich hoffe, dass ganz viele Familien den Tag der offenen Tür nutzen, um uns da oben zu besuchen. Meine Kinder hatten und haben eine wunderbare Zeit im Kinderhaus. Und die vielen Familienfreundschaften die dort entstanden sind werden wir noch viele weitere Jahre genießen. Wer sich drauf einlässt, bekommt den Aufwand der Mitwirkung vielfach wieder zurück.

  3. Natürlich haben alle pädagogischen Konzepte ihre individuellen Vorteile. Daher kann ich das schwarz/weiß-Denken von Michael & Anna nur bedingt verstehen.
    Woran machen Sie fest, dass die Betreuung wesentlich besser ist? Wo ist die wesentlich bessere Betreuung, wenn die Tagesmama mal krank ist zB?Können das nicht alle selbst entscheiden? Am besten sich vor Ort selbst ein Bild machen. Wir und vorallem unser Kind mögen es dort sehr gern. Es lernt jeden Tag, jede Woche so unglaublich viel. Sie sind regelmäßig in Wald (für uns der gamechanger überhaupt), einmal in Jahr eine ganze Waldwoche, mit Waldpädagogin. Die Gruppen sind bunt und divers. Eine wirklich fantastische Einrichtung. Ich empfehle wirklich, mal vorbeizukommen und sich ein Bild zu machen

  4. Pädagogisch eine top Einrichtung, mein Kind hat sich dort sehr wohl gefühlt und viele spannende Dinge gelernt. Auch als Elternteil hat man sich ernst genommen gefühlt. Kann die Einrichtung nur jedem Elternteil empfehlen

  5. Sehr beständiges Team, was sich bei unserem Kind mit I-Status sehr bemüht! Die Kooperation mit uns als Eltern läuft sehr wertschätzend und zielorientiert. Das Angebot für die Vorschulkinder ist sehr abwechslungsreich und die unmittelbare Nähe zum Wald ist wirklich toll für die Kinder. Sehr zu empfehlen!

  6. Tolles Kinderhaus ❤️ wir haben seit fünf Jahren unsere zwei Mädels dort. Die Erzieher*innen sind wirklich toll und arbeiten nach aktuellen Erziehungsvorstellungen der Neuzeit und begleiten die Kinder sehr liebevoll.
    Es besteht ein großes Miteinander mit einer tollen Gemeinschaft aus Eltern, in der man nicht nur Kontakt pflegt, sondern auch Freundschaften schließen kann. Der jährliche Campingausflug, das Sommerfest und der Laternenumzug sind für uns und unsere Kinder absolute Highlights im Jahr. Ich kann diese Kita jedem sehr empfehlen

  7. Interessanter und tiefblickend lassender Beissreflex nur beim Verweis auf Kindertagespflege in Dresden.

    Übrigens hat unser Tagesvater eine Vertretung bei Urlaub und/oder Krankheit.

  8. Wir haben zwei Kinder in der Kita und ich könnte mir keine bessere Einrichtung für die beiden Vorstellen.
    Unsere Kinder gehen dort sehr gerne hin. Die Highlights sind für sie der schöne Außenbereich, die regelmäßigen Waldtage und die tollen Themenräume, in denen die Kinder interessengerecht spielen und lernen können.
    Das Team an Pädagog*innen nimmt sich sehr viel Zeit für Kinder und Eltern. Von außen hat man das Gefühl, dass das Team eingespielt ist und super zusammenarbeitet.
    Wir als Eltern schätzen besonders das positive Miteinander dort und die Möglichkeiten sich entsprechend seiner eigenen Stärken einbringen zu können.

  9. @Daniel es ging bei dem Kommentar um die bis 3jährigen, wie man lesen kann. und diese bräuchten im Grunde eine 1 zu 1 Betreuung um wirklich angemessen und seelisch gesund betreut zu sein. Kinder passen sich an, deswegen sind Gruppen aber nicht gut. Stichwort Gruppenreife. Da kann die Krippe noch so toll sein.

  10. Habe mich Lesen der Kommentare gefragt, wer diese ganzen in den Himmel preisenden Lobhudeleien und das Herabwürdigen von anderen Konzepten in Wirklichkeit geschrieben hat . . . ?

  11. @Michael & Anna: Ihr glaubt doch nicht ernsthaft, dass die 32 Krippenkinder alle in einer Gruppe betreut werden. Dann bräuchte man einen 100 m2-Raum. (Das wäre größer als ein Standard-Klassenzimmer.) Das Konzept Tagesmutter hängt halt zu 100% vom Elan und Engagement der jeweiligen Person ab. Wenn das irgendwann alle ist, gibt es auch nur Kinderaufbewahrung. mal In der Grippe können sich die Erzieher je nach Neigung mit den Angeboten abwechseln und das Kind (in Grenzen) die ihm sympathischere Bezugsperson wählen.

  12. @Michael & Anna

    Es wäre hilfreich, wenn ihr weniger in die Rolle der „Lehrer“ gehen würdet. Ebenso wäre es hilfreich, wenn ihr weniger in Schwarz-Weiß-Kategorien denken und stattdessen einen kleinen Schritt mehr in Richtung Objektivität gehen würdet….

    @Frau K.

    Ein 1 zu 1 Betreuung um „seelisch gesund“ betreut zu werden?!?
    Mit Gleichaltrigen zu agieren und voneinander zu lernen, ist bereits ab dem 2. Geburtstag Gold wert…..insbesondere dann, wenn die Kinder dabei qualitativ hochwertig und achtsam begleitet werden.

  13. @ Erna

    Glücklicherweise ist es bei dieser Kommentarflut auf unseren 5-Zeiler, und, wie es @Holger und @Marianne so treffend ausgedrückt haben, mit „Beissreflex“ und „Lobhudeleien, auf unseren 5-Zeiler reagiert, wunderbar ersichtlich, wer sich hier als objektiver „Oberlehrer“ aufspielt und nur in Schwarz-Weiß-Kategorien denken kann.

  14. Liebe Eltern,

    Ich finde es ja im großen und Ganzen toll, dass der Artikel auf so viel Feedback stößt. Es ist eben ein Thema, dass uns alle angeht.

    Wie hier aber manche Eltern agieren macht mich gelinde gesagt sprachlos.
    Einer anerkannten Einrichtung durch die Blume zu unterstellen, sie riskiere die seelische Gesundheit der ihr anvertrauten Kinder…drunter gehts nicht, oder?

    Beissreflex gegen Tageseltern? Ich sehe hier eher einen kollektiven Beissreflex gegen Kitas, nicht nur unsere, die tolle Arbeit leisten! Die glückliche, neugierige, kreative Kinder fördern und auf ihrem Weg begleiten.

    Für euch nix? Kein Problem! Dresden hat eine Vielfalt an Angeboten. Niemand zwingt jemanden zu irgendwas.

    Eure Einrichtung hat auch massiv Kapazitäten? Macht Werbung! Aber lasst bitte nicht eure herablassenden Nachrichten hier. Das ist unfair und einigermaßen absurd.

    Bezieht euch gern wohlwollend auf eure Einrichtungen, aber haltet es auch aus, wenn andere das tun und seht nicht sofort die große Verschwörung.

    Seid lieb, Mausis

  15. Ich habe tatsächlich ein bisschen überlegt, ob ich hier überhaupt etwas dazu schreiben soll, denn natürlich bin ich befangen. Ich arbeite selbst seit fast 20 Jahren in dieser Einrichtung und genau deshalb möchte ich einfach mal kurz sagen, wie es überhaupt zu diesem Artikel gekommen ist.

    Wir haben uns beim Neustadtgeflüster gemeldet, weil wir uns als Einrichtung einfach gern zeigen wollten. Die Redaktion war dann bei uns, hat sich alles angeschaut, mit uns gesprochen und ein paar Fotos gemacht. Daraus ist dieser schöne Bericht entstanden. Und natürlich wollten wir damit auch auf unseren Tag der offenen Tür aufmerksam machen.

    Deshalb finde ich es ehrlich gesagt ein bisschen schade, dass sich darunter jetzt so eine Diskussion über Tagesmütter und Tagesväter entwickelt hat. Davon war in unserem Artikel überhaupt nicht die Rede. Wir haben nie gesagt, dass die eine Betreuungsform besser oder schlechter ist als die andere.

    Ich finde, gerade jetzt sollten wir uns da eigentlich nicht gegenseitig kleinreden. Die sinkenden Kinderzahlen betreffen Kitas genauso wie Tagesmütter und Tagesväter. Und das ist meiner Meinung nach ein viel größeres Problem, das nicht von den einzelnen Einrichtungen oder Betreuungsformen verursacht wird.

    Ich persönlich arbeite nach fast 20 Jahren immer noch unglaublich gern hier und habe keinen Tag bereut. Ich mag unser Team, unser Miteinander, unsere Eltern und vor allem die Arbeit mit den Kindern sehr. Und ja, ich bin stolz auf unsere Einrichtung. Deshalb finde ich es auch völlig legitim, dass wir uns zeigen und für uns werben.

    Gerade weil wir oben am Jägerpark und nicht mitten in der Neustadt liegen, müssen wir vielleicht ein bisschen mehr dafür tun, dass die Menschen überhaupt wissen, dass es uns gibt.

    Deshalb freuen wir uns über jeden, der neugierig ist und sich unsere Einrichtung einfach mal anschauen möchte. Am Samstag gibt es bei unserem Tag der offenen Tür Kaffee und Kuchen, einen kleinen Flohmarkt und ein paar bunte Aktionen für die Kinder.

    Wir möchten einfach zeigen, wer wir sind und warum wir unsere Arbeit so gerne machen.

Ergänzungen gern, aber bitte recht freundlich.

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