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Einbruch in Garnisonkirche St. Martin

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Ein Einbruch in die Garnisonkirche St. Martin in der Dresdner Albertstadt beschäftigt die Polizei. Die bislang unbekannten Täter*innen verursachten einen Sachschaden von rund 5.000 Euro. Ob sie etwas erbeuteten, ist noch unklar.

Garnisonkirche St. Martin Foto: Archiv Anton Launer
Garnisonkirche St. Martin Foto: Archiv Anton Launer

Unbekannte sind am Dienstagabend in die Garnisonkirche St. Martin an der Stauffenbergallee eingebrochen. Sie verschafften sich zwischen 17 und 21 Uhr gewaltsam Zutritt zu dem Gebäude.

Dazu hebelten sie zunächst die Eingangstür und anschließend weitere Türen im Inneren der Kirche auf. Dabei entstand ein Sachschaden von rund 5.000 Euro. Ob und was die Einbrecher gestohlen haben, ist bislang unklar.

Garnisonkirche St. Martin – einst Gotteshaus für Soldaten

Die Garnisonkirche St. Martin an der Stauffenbergallee in der Dresdner Albertstadt wurde zwischen 1895 und 1900 als Gotteshaus für die Soldaten der sächsischen Armee errichtet. Eine Besonderheit war die Nutzung als sogenannte Simultankirche: Evangelische und katholische Soldaten erhielten jeweils einen eigenen Kirchenraum unter einem gemeinsamen Dach.

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Entworfen wurde das imposante Bauwerk von den Architekten William Lossow und Hermann Viehweger. Der katholische Teil entstand im neugotischen, der evangelische im neuromanischen Stil. Am 28. Oktober 1895 erfolgte die Grundsteinlegung, genau fünf Jahre später wurde die Kirche eingeweiht. Der markante Kirchturm ist rund 90 Meter hoch. Eine weitere architektonische Besonderheit sind die rund 900 Säulen mit unterschiedlich gestalteten Kapitellen.

Garnisonkirche von innen. Foto: Archiv Anton Launer
Garnisonkirche von innen. Foto: Archiv Anton Launer

Nach dem Zweiten Weltkrieg zog die katholische Gemeinde St. Franziskus Xaverius in die Kirche ein, nachdem ihr bisheriges Gotteshaus am Albertplatz im Februar 1945 zerstört worden war. Der evangelische Teil wurde zunächst noch von der St.-Pauli-Gemeinde genutzt. Später beherbergte er unter anderem die Puppentheatersammlung der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden und wurde von der Sächsischen Landesbibliothek genutzt.

1998 wurde das Gebäude samt Grundstück an einen privaten Eigentümer verkauft. Die bestehenden Nutzungsrechte blieben erhalten. Seit demselben Jahr finden im katholischen Kirchenteil auch wieder Gottesdienste der Militärseelsorge statt.

Heute wird der katholische Teil von der 2018 gegründeten Pfarrei St. Martin Dresden genutzt. Mit ihrer ungewöhnlichen Architektur und dem weithin sichtbaren Turm gehört die Garnisonkirche zu den markantesten historischen Bauwerken der Albertstadt.

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