Das Interesse an den Planungen für den Neubau der Carolabrücke ist offenbar so groß, dass die Stadtverwaltung die Ausstellung im Stadtforum noch einmal verlängert.

Vor Ort sind die vier Modelle der Brückenentwürfe zu sehen. Zum Vergleich ist auch ein Modell der alten Carolabrücke ausgestellt. Außerdem hängen die Pläne und Visualisierungen großformatig an Stellwänden. Das vermittelt einen anderen Eindruck, als sie nur am Computer oder auf dem Handy zu betrachten. Die öffentlichen Führungen und Vorträge im Stadtforum waren stets gut besucht. Auch die Beteiligung an carolaVOTE ist groß.
Laut Stadtverwaltung gaben bis Donnerstagvormittag knapp 21.000 Menschen ihre vollständige Stimme zu den vier Brückenentwürfen bei der Online-Abstimmung ab.
Die Ausstellung in der AGORA des Stadtforums in der Waisenhausstraße 14 sollte ursprünglich am Freitag, 17. Juli 2026, enden. Sie bleibt nun bis Dienstag, 18. August 2026. Geöffnet ist sie montags bis freitags von 8 bis 18 Uhr.
Die Veranstaltungsreihe „Brückencafé“ sowie die Führungen durch die Ausstellung sind inzwischen beendet. Weitere Termine sind nicht geplant.
- Die Online-Abstimmung carolaVOTE endet wie vorgesehen am Sonntag, 19. Juli 2026. Wer sich noch beteiligen möchte, kann dies bis zum Ende des Tages unter carolavote.urbanista.de tun.
- Weitere Informationen zum Brückenneubau stehen unter www.dresden.de/carolabruecke.

Auswertung beginnt nach Ende der Abstimmung
Ab Montag, 20. Juli 2026, wertet die Stadt die Abstimmung aus. Die Stimmen werden datenschutzkonform analysiert und auf Plausibilität geprüft. Damit sollen mögliche Mehrfachteilnahmen ausgeschlossen werden.
Die Ergebnisse der Umfrage gehen zunächst an das Begleitgremium. Das Bürgervotum und die Empfehlung des Expertengremiums bilden die Grundlage für die weiteren Beratungen. Anschließend gibt das Begleitgremium eine Empfehlung an den Stadtrat weiter.
Der Stadtrat entscheidet im September 2026 über die Weiterbeauftragung eines Planungsteams für den Wiederaufbau der Carolabrücke.




















Die Formulierung mit dem Ausschließen von Mehrfachabstimmungen wird ja von der Stadt kommen, da wäre doch mal interessant zu wissen, wie genau man dies Verhindern will. Egal was da bei der Abstimmung rauskommt, repräsentativ ist die am Ende auf gar keinen Fall. Da hätte man schon ungefähr soviel Aufwand betreiben müssen wir bei einer Wahl. Naja, am Ende auch egal, schließlich ist das Ergebnis bestenfalls eine Empfehlung der Bürger an den Stadtrat. Letzterer entscheidet, nicht die Bürger und auch nicht die Experten. Bin gespannt, aber wir am Abend des 3. September 2026 da eine eindeutige Entscheidung haben werden, die dann auch von denen akzeptiert wird, die gern eine andere gehabt hätten …
Weniger als 4% der Dresdner Einwohner interessiert das Design. Baut endlich los! Es ist ne Brücke, keine Kunstausstellung.
Des „Fachmanns“ 4% stimmt m.E. so nicht, gibt es dafür eine Quelle?
1. ist gerade in Dresden das Interesse an gerade der Gestaltung immer noch hoch (4% gibt vielleicht in NRW), ich würde den Wert eher bei 60 bis 70% vermuten. Und:
2. ist die gesamte Bürgerbeteiligung nahezu ausschließlich auf gestalterische Aspekte ausgerichtet, nicht bewußt sondern weil es anders kaum darstellbar und adäquat wäre. Die meisten öffentlichen Bilder und Infos bedienen einen geschmacklichen gestalterischen Effekt, denn kaum jemand der Bürgerschaft setzt sich detailliert mit technischen, statischen oder verkehrsplanerischen Details auseinander, welche es wie gesagt auch nur zurückhaltend öffentlich gab.
Slogans wie „baut endlich los“ eingedenk „der Rest ist doch wurscht“ ist abseitig und Zastrowniveau. Nebenbei gehts eben gerade NICHT um ein schnelles Rüberbrettern für Automobilisten über eine neue Stadtautobahn, sondern um eine stadtverträgliche und ZUKUNFTSFÄHIGE Brückenlösung. Im Übrigen ist der jetzige Prozess bereits die derzeit schnellste Durchführungsvariante, die es im Lande gibt. Am Bürokratieabbau der Verfahren sollte man arbeiten, dort sollte auch weiterhin Kritik geübt werden. Amen.
Und noch die Petition für eine 2 Spurige Variante unterzeichnen.
https://www.dresden.de/de/leben/gesellschaft/buergebeteiligung/epetition.php?extForwardUrl=https%3A//apps.dresden.de/ords/f%3Fp%3D1610%3A3%3A%3A%3ANO%3A%3AP3_P_ID%3A25426
Der „Fachmann“ rechnet offenbar die Teilnahme am Carolavote auf die Einwohnerzahl hoch.
Was bitteschön soll eine Petition an einem Stadtratsbeschluss ändern? Wenn kein Ersatzneubau mit vier Autospuren sondern eine andere Brücke mit zwei Autospuren gewollt wird, müsste es vielleicht eine ordentliche Volksabstimmung darüber geben (analog damals bei der A17). Das würde aber dazu führen, dass dann wegen der Dauer dieses Prozeßes und den Auschreibungs- und Genemigungsfristen für einen kompletten Neubau keiner der hier kommentierenden Personen die Fertigstellung der Brücke noch erleben wird. Und noch ein kleiner Hinweis zu der Präsentation der Entwürfe im Stadtforum bzw. bei carolaVOTE: Man sollte vielleicht nicht nur auf die Anzahl der Autospuren schauen, sondern z.B. auf die Anordnung der Fahrradwege. Da sind Entwürfe dabei, da müsste der Radweg aus Richtung Albertstrasse zur St.Petersburger Str. mehrmals die Straßenbahn und/oder den Autoverkehr kreuzen. Aber die Verkehrsführung am Carolaplatz, Rathenauplatz und Pirnaischen Platz gehörte wohl nicht zur Planungsvorgabe.
So ganz unrecht hat der „Fachmann“ aber nicht, wenn er sich da verrechnet hat, dann eher zu seinen Ungunsten. Weil auch Menschen mehrfach abgestimmt haben werden (achja, die filtert ja in Kürze dann die Stadt raus ;-) und auch war es nicht erforderlich, dass man in Dresden gemeldet ist. Kurzum, am Ende wird der Prozentsatz der teilnehmenden Einwohner noch deutlich geringer sein. Vermute mal, weil man da eben nicht nur schnell mal einen Klick macht, sondern es schon etwas Zeit benötigt, wenn man sich seriös damit beschäftigt. Passt aber bei sehr großen Teilen der Bevölkerung heutzutage nicht mehr ins Lebenskonzept, weil man sich ja viele Stunden täglich mehr oder weniger sinnvoll mit Social Media und Co. beschäftigen „muss“. Da lieber schnell etwas von Brücken aus dem vorletzten Jahrhundert als Vorbild für den Wiederaufbau posten und die von Fachleuten geschätzte Brücke aus der DDR-Zeit als Stadtautobahn verunglimpfen. Da war die Zahl der Autos übrigens ungefähr ein Zehntel der heutigen Realität, aber wer will sich schon mit Details beschäftigen …
@Wort zum Sonntach: „Fachmann sagt: …“. Das spricht doch für sich, oder nicht? Welche Expertise, von religiösen Glaubensbekundungen abgesehen, bringst DU denn mit die Einschätzung eines Fachmann’s in Frage zu stellen? Ich, für meinen Teil, hab keinen Grund an dessen Eingebung anzuzweifeln, er wird wohl wissen wovon er spricht.
@Wort zum Sonntach
Nicht unkomisch, wenn jemand nach einer Quelle verlangt, wo die Herleitung ja gerade zu auf der Hand liegt (siehe @Anton), um sich danach einen korrigieren, gefühlten Wert aus den Fingern zu ziehen.
„ich würde den Wert eher bei 60 bis 70% vermuten.“
Dann vermute mal weiter, vielleicht stimmen ja heute noch weitere 350.000 Leute ab. Ich vermute übrigens, dass es sogar noch deutlich weniger als 4% sind, da Mehrfachabstimmungen durchaus angenommen werden können.