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Radfahrer bei Unfall am Albertplatz schwer verletzt

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Ein 41-jähriger Radfahrer ist am Montagvormittag bei einem Unfall am Albertplatz schwer verletzt worden. Der Unfall ereignete sich gegen 10.55 Uhr an der Einmündung der Georgenstraße.

Der Radfahrer war auf dem Albertplatz aus Richtung Hospitalstraße in Richtung Bautzner Straße unterwegs. An der Georgenstraße kollidierte er mit einem Mercedes Vito. Dessen ebenfalls 41-jähriger Fahrer bog in diesem Moment von der Georgenstraße nach rechts auf den Albertplatz ab.

Der Radfahrer stürzte bei der Kollision. Rettungskräfte brachten ihn mit schweren Verletzungen in ein Krankenhaus. Der entstandene Schaden beträgt rund 2.500 Euro. Die Polizei ermittelt zum Unfallhergang.

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10 Kommentare

  1. Die Unfallursache sollte eigentlich klar sein: PKW kommt aus Nebenstraße (mit Stoppschild!) und missachtet den vorfahrtsberechtigten Radfahrer.
    Warum kann die Polizei diese Tatsachen nicht in ihrem Unfallbericht angeben? Die Ursache des „Übersehens“ kann ja trotzdem noch ermittelt werden. Immerhin wurde nicht die unsägliche Formulierung „hat sich (selbst) verletzt“ verwendet. Und bitte jetzt nicht damit kommen, dass der Radfahrer ja auch mal auf seine Vorfahrt hätte verzichten können….

  2. @Mal nachgedacht: Und woher wissen wird, dass es sich so abgespielt hat? Es mag die auf der Hand liegende Variante sein, aber erstmal sollte geklärt werden, ob es sich so abgespielt hat, bevor es als Tatsache formuliert wird. Für mich stellt sich die Frage, wie der Autofahrer gepennt haben muss, wenn es sich so abgespielt hat. Weil man dort sehr deutlich das Stoppschild, die weiße Stopplinie und den rot markierten Radweg sieht.

    Zum letzten Satz bzgl. der Vorfahrt muss ich anmerken, dass es schon eine Rolle spielt, ob das Nichtgewähren der Vorfahrt erkennbar war. Dies könnte eine Teilschuld zur Folge haben. Und da ist es jetzt völlig egal, ob wir gerade über Radfahrer vs. PKW, PKW vs. PKW oder sonstwas reden.

  3. @Stefan E: Ich hatte ja nur bemängelt, dass die offensichtlichen Randbedingungen (Auto aus Nebenstraße mit Stoppschild) im Unfallbericht unterschlagen wurden. Die Vermutungen kann dann ja jeder selbst anstellen.
    Und sehr bezeichnend, dass Du auch versuchst, dem (schwer verletzten) Opfer eine Teilschuld anzuhängen! Diese bestünde nur, wenn das Auto ausreichend lange vor dem Rad vorgefahren, auf dem Radstreifen stehen bleibt und der Radler bewusst dagegen fährt um sich selbst zu verletzen! So selbstmörderisch ist kaum jemand (auch wenn der Fahrstil bei manchen so aussieht). Üblicherweise wird per Auto versucht, schnell noch vor dem Rad vorbeizukommen oder halt das Rad „übersehen“ (Handy, Mittelkonsolendisplay, …..?). Soll man Deiner Meinung nach als Radfahrer auf Hauptstraßen an jeder Einmündung anhalten, weil ja ein Autofahrer die Vorfahrt missachten könnte?

  4. Dem Fahrradfahrer zunächst beste Genesung!

    @Mal nachgedacht: zu deinem letzten Satz:

    Ganz so einfach würde ich es mir auch nicht machen. Geh mal an die Ecke Alaunstraße/Böhmische, da kannst du sehr gut beobachten, wie sich die Leute aus der Böhmischen kommend immer zurücknehmen MÜSSEN, weil die Fahrradfahrer und Autofahrer von der Alaunstraße nicht begreifen, dass sie dort Vorfahrt gewähren müssen.

    Jetzt stell dir mal vor, jeder der aus der Böhmischen Straße kommt, ob mit Fahrrad oder Auto, würde auf seinem Recht bestehen, dann hätten wir 50 solche Meldungen am Tag und das allein nur für dieser Ecke…

    Wenn ich mit dem Fahrrad um den Albertplatz, fahre, rechne ich definitiv mit Vorfahrt schneidenden Autos. Gerade an der Stelle müssen sie auf drei Auto-Spuren achten, wenn sie z.B. in die Linksabbieger Spur wollen. Daher ist es vorstellbar, den Fahrradfahrer zu übersehen, auch wenn das natürlich nicht sein soll.

    Und bitte jetzt nicht damit kommen (um in deinem wording zu bleiben) Nein, ich rechtfertige das Verhalten des Autofahrers nicht, ich versuchen mich an einer Erklärung und beziehe mich dabei auch auf die Frage von @Stefan E. „ob das Nichtgewähren der Vorfahrt erkennbar war“…

  5. Leider ist es nicht das erste Date zwischen Fahrrad und motorisiertes Fahrzeug an selbiger Stelle allein in 2026. Das STOP-Schild ist an dieser Stelle eine reine Empfehlung und wird zu 95% ignoriert. Das andere dabei übersehen werden ist nicht überraschend. Ich bin gespannt was noch passieren muss, damit man diesem Verhalten wirksam entgegenwirkt.

  6. @Mal nachgedacht: Nein, ich unterstelle dem Radfahrer überhaupt nichts und wünsche ihm gute Besserung. Allerdings muss der Ablauf geklärt sein, bevor man wissen kann, wer da welche (Teil-)Schuld hat. Ist bei jedem Unfall so und hat auch nichts damit zu tun, ob jemand zu Fuß, mit dem Fahrrad oder dem Auto unterwegs ist. Niemand ist pauschal schuldig oder unschuldig in Abhängigkeit vom Verkehrsmittel, dass er benutzt oder was die Folgen des Unfalls für ihn sind.

  7. @Mal nachgedacht:

    „….Und bitte jetzt nicht damit kommen, dass der Radfahrer ja auch mal auf seine Vorfahrt hätte verzichten können….“

    Sowas klärt übrigens auch Paragraph 1 der Stvo:

    § 1 StVODer Paragraph besteht aus zwei Absätzen:
    Absatz 1: „Die Teilnahme am Straßenverkehr erfordert ständige Vorsicht und gegenseitige Rücksicht.“
    Absatz 2: „Wer am Verkehr teilnimmt hat sich so zu verhalten, dass kein Anderer geschädigt, gefährdet oder mehr, als nach den Umständen unvermeidbar, behindert oder belästigt wird.

    “Bedeutung im AlltagVorsicht und Rücksicht: Sie müssen immer aufmerksam sein und die Fehler anderer Verkehrsteilnehmer ein Stück weit ausgleichen.Keine Behinderung: Sie dürfen niemanden stören oder aufhalten, es sei denn, es lässt sich im Verkehr nicht vermeiden (zum Beispiel beim normalen Anfahren oder Abbiegen).

  8. Wer hat eigentlich welchen Nutzen davon, wenn von Leuten, die allesamt nicht beim Unfall zugegen waren, herumspekuliert und -schwadroniert wird, wer Schuld hatte, wer keine Schuld hatte, wem Teilschuld untergeschoben wird etc.?
    Immer das gleiche Schema: Die, die nichts gesehen haben, wissen am besten Bescheid. Allesamt.

  9. Es ging hier in erster Linie nicht um Schuldzuweisungen. Es geht um Meinungsbildung durch Formulierungen und auch durch Weglassen von wichtigen Randinformationen in Polizeiberichten. Ein weiteres Beispiel: Bei der letzten Kontrollaktion am Sachsenplatz schrieb die Polizei, dass die Unfälle mit Radfahrern dort abgenommen haben – unterschlug aber, dass rechtabbiegende PKW-Fahrer die Verursacher waren. Auch dass bei Unfällen mit Radbeteiligung nur in ca. 30% die Verursacher auf dem Rad sitzen, wurde in der Meldung weggelassen. Statt dessen wurde sich bei der Kontrolle auf die Radler konzentriert…. Und damit wird das Stammtischwissen unterstützt, dass Radler immer die Schuldigen sind.

  10. Hintergrund solcher Meldungen sollte doch vor allem sein, für gegenseitige Rücksichtnahme und besondere Gefahrenstellen im Straßenverkehr zu sensibilisieren – und nicht, aus der Ferne eine öffentliche Beweisaufnahme mit anschließender Schuldverteilung zu veranstalten.

    Keiner der hier Kommentierenden war beim Unfall dabei. Wir können also zunächst nur festhalten, dass wir alle im Straßenverkehr besser aufpassen sollten – und an dieser Stelle offenbar ganz besonders. Das gilt unabhängig davon, ob man gerade im Auto, auf dem Fahrrad oder zu Fuß unterwegs ist.

    Was wäre denn sonst die Konsequenz? Autos abschaffen, damit solche Unfälle nicht mehr passieren? Dann werden wir irgendwann vom Paketdienst oder Lebensmittellieferanten überfahren, weil wir unsere Pakete trotzdem morgen und unser Abendessen möglichst heute haben möchten. Und selbst ganz ohne Autos bliebe noch die Möglichkeit, als Fußgänger mit einem Radfahrer zusammenzustoßen.

    Die Unterstellung, Polizeimeldungen würden bewusst bestimmte Tatsachen ausklammern, um dadurch eine Gruppe von Verkehrsteilnehmern besser oder schlechter dastehen zu lassen, halte ich zudem für ziemlich weit hergeholt. Vor allem folgt daraus wieder genau das gleiche Problem: Außenstehende beginnen, aus einer knappen Meldung Absichten, Bewertungen und Zusammenhänge herauszulesen, die sie mangels eigener Kenntnis des Vorgangs überhaupt nicht beurteilen können. Dass eine Information nicht in einer Polizeimeldung steht, ist zunächst einmal genau das: Sie steht nicht darin. Daraus eine bewusste Meinungslenkung abzuleiten, benötigt schon etwas mehr als die eigene Interpretation.

    Wer bei diesem konkreten Unfall welche Regel verletzt hat und wen welche Schuld trifft, dürfen diejenigen klären, die den Unfall tatsächlich untersuchen. Die Diskussion darüber durch Außenstehende ist dagegen ziemlich maximal unnötig.

Ergänzungen gern, aber bitte recht freundlich.

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